Wiwi Augsburg

Ein paar Worte über die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Augsburg.
Für Studienanfänger und Studieninteressierte die BWL oder VWL studieren wollen.

Es gibt einen Professor, ich nenne Ihn im folgendem mal Prof. B, der leider den größten Lehrstuhl an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Augsburg innehat. Dieser Professor ist eines der größten Mankos der Universität, da er nicht nur durch seinen alles übertreffenden Hochmut, sondern auch durch seinen nicht abzustellenden „Schallplattenfehler“ glänzt. Letzteres bemerkt man erst, wenn man das zweifelhafte Vergnügen hatte Ihm zweimal zuhören zu dürfen. So wiederholt er chronisch die gleichen Reden, Floskeln und Witze. Dies ist an und für sich noch kein Problem, doch da sich das bedauerlicherweise auch durch alle seine Vorlesungen zieht, unter Studenten fällt hier gerne das Schlagwort „recycled“, ist das der Qualität der Lehre nicht zuträglich.

Ein besonderes Thema bei Prof. B ist auch die Chancengleichheit. Hierfür gibt es mehrere Beispiele. Es soll Kurse gegeben haben, bei denen der Schnitt nach Ansicht des Lehrstuhls zu gut war. Darauf reagierte besagter Lehrstuhl mit Anpassungen. Dies stellt ein gern gewähltes Mittel bei Unzufriedenheit mit den Leistungen der Studenten dar. Schlussendlich waren zum Erreichen einer 1,0 97% oder mehr der Punkte notwendig. Zum Vergleich waren in einer Prüfung aus dem Fachbereich der Statistik für dieselbe Note nur 80% der Punkte notwendig. Dies ist an diesem Lehrstuhl allgemein bekannt und wird auch nicht verändert. Ein weiteres Beispiel für die „faire“ Behandlung von Studenten ist ein Kommilitone, der eine sehr gute Seminararbeit an genanntem Lehrstuhl verfasste. Diese wurde jedoch von einem handverlesenen Mitarbeiter aufgrund von marginalen Formfehlern auf ein befriedigend herunterkorrigiert. Letzteres mag ein Einzelfall sein. Dennoch widerspricht er jeglichen Regeln von Fairness.

Ein weiterer großer Lehrstuhl der zu erwähnen ist, dürfte der von Prof. G. sein. In seinen Kursen gibt es meist kein Skript, (irgendetwas müssen die Studenten ja machen, wenn sie in der “Vorlesung“ sitzen, und mitdenken ist es mit Sicherheit nicht). So besitzen Augsburger Studenten nach dieser Vorlesung das Alleinstellungsmerkmal, Marketing automatisch mit einem Taschenrechner und dem Begriff „Deckungsbeitrag“ zu assoziieren. Auch die Klausuren dieses Lehrstuhls bergen ein sehr großes Überraschungsmoment. So wird in diversen Kursen seit Jahren dieselbe Klausur gestellt. Das dies nicht zwingend zu einem hohen Niveau in der Lehre führt, dürfte selbstverständlich sein.

Marketing ist nur eines von vielen Fächern in denen sinnfreies Wissen vermittelt wird und unnachgiebig Berechnungen auf dem Niveau eines Neuntklässlers abgefragt werden. Auch im Hauptstudium muss man noch zeigen, dass man die Fingerfertigkeit besitzt, um einen Taschenrechner richtig und ausreichend schnell bedienen kann zu können.

Doch auch die gerne verbreiteten Vorurteile über große „Massenstudiengänge“ werden in Augsburg mit Bravour erfüllt. Im Grundstudium des Bachelor sind die Hörsäle völlig überfüllt und auf dem Boden zu sitzen ist somit nicht unüblich. Aufgrund der überfüllten Hörsäle und der teilweise uralten Technik hört man den Professor kaum bis gar nicht. Da der Studiengang keinerlei Eignungsprüfung erfordert, sitzt man nicht mit 450 interessierten und versierten BWL/VWL Studenten zusammen, sondern häufig mit Leuten die studieren um etwas zu studieren oder um nicht zu arbeiten. So kann man teilweise den vorherrschenden Lärmpegel erklären. Selbstverständlich herrschte bei Einführung des Bachelors ein komplettes Planungschaos, d.h. es gab viele Kurse erst ein Jahr später, das viel beworbene Plus-Konzept tröpfelte nach und nach durch. Aber selbst einfache Dinge wie Modulhandbücher gab es erst ein halbes Jahr nach Studienbeginn.

Wenn in Augsburg ein Professor die angesprochenen Missstände zum Anlass nimmt, das Schiff zu verlassen, kann es mitunter vorkommen dass es Jahre dauert bis jemand nachrückt. Dies gilt auch für die VWL Fakultät die auf Grund dieses Umstandes mehr und mehr ausdünnt und somit kaum noch in der Lage ist, einen zufriedenstellenden Lehrbetrieb aufrechtzuerhalten. Außerdem verlassen auch Dozenten die Uni, für die ebenfalls meist niemand in 2ter Reihe steht. Wodurch wieder Vorlesungen wegfallen.

Aber auch sonst tut die Professorenschaft der Universität alles, um ein stimmiges und positives Bild der Wiwi-Fakultät nach außen zu transportieren:
Man hat alles zu bieten, da wäre z.b. der notgeile Professor: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,614262,00.html

Was bleibt positives an der Universität Augsburg?

- Zunächst ist Augsburg eine hübsche Stadt.

- Das noch aktive Studentenforum ist ein weiterer Pluspunkt.
- Man bekommt mit wenig Aufwand gute Noten, dafür steht nachher Augsburg über dem Zeugnis.
- Die Clubs sind Klasse, nach München fahren ist dennoch immer lohnenswert.
- Die Studiengebühren werden für allmögliche Einrichtungsgegenstände verwendet, seien es High End Quadcore Computer zum Surfen im Internet oder lederüberzogene designer Sitzecken. Geld ist dank der Massen auf jeden Fall vorhanden.

Nach diesem Vergleich kann man denen die in Augsburg studieren nur raten zu einer anderen Uni zu wechseln, außer Ihr fühlt euch nicht durch die aufgezählten Punkte gestört. Jeder muss selbst entscheiden wohin er will und wo seine Ziele und Prioritäten liegen.

Ein User postete folgendes Bild (draufklicken um die Animation zu sehen):

8538074_hans-ulrich-buhl
Posted in Uncategorized | 4 Comments